Gesellschaft

Pulse of Europe in Mainz (23.04.17)

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Pulse of Europe in Mainz (23.04.2017)

Am heutigen Sonntag den 23.04.2017 fand zum ersten Mal der Pulse of Europe statt. Für was diese Bewegung steht, kann man auf der Homepage nachlesen. Es war eine sehr schöne Veranstaltung und für mich wirklich ein Motivationsschub selbst zu äußern warum ich für ein gemeinsames Europa bin:

Natürlich gibt es da eine Europäische Union, die Regeln beschließt, die unsinnig sind oder sich mit Sachen beschäftigt, die völlig überflüssig erscheinen. Aber das ist ja nur eine Seite von Europa. Europa ist ein Kontinent, auf dem schon so viele Kriege geführt worden sind. In vergangenen Jahrhundert gab es sogar so große Kriege, dass sie „Weltkriege“ genannt werden. Diese wurden dabei meist durch Missverständnisse, blinde Bündnisstreue und durch Hetze ausgelöst. Dieser Kontinent schien nie wirklich zur Ruhe zu kommen, aber genau das ist inzwischen passiert und nicht nur, weil wir eine Europäische Union haben.

„Auf einen Freund wird man niemals schießen“

Nur dadurch, dass wir miteinander reden und Freunde werden, können wir Missverständnisse aus dem Weg räumen und großes Leid verhindern. Gegen Freunde werden wir niemals Krieg führen wollen und sind eher bereit einander zu helfen. Nur wenn wir wissen, dass die Franzosen auch tolle Menschen sind und sie sehr leckeres Baguette backen können, können wir gegen Spinner auftreten, die genau diese Menschen als „Untermenschen“ bezeichnen wollen. Dabei dient Frankreich nur als Beispiel, jedes Land hat seine Kultur, seine Traditionen und liebenswerte Menschen, weshalb wir mit diesen gemeinsam unsere Zukunft gestalten sollten und nicht gegeneinander, weil dabei können wir alle nur verlieren.

Natürlich gibt auf Franzosen, die gefährlich und kriminell sind, aber müssen wir deswegen eine ganze Gruppe schlecht machen? In Deutschland gibt es diese Menschen ja auch und wir sagen ja auch von „uns Deutschen“  nicht, dass wir alle kriminell sind. Ich habe eine positive Einstellung zu jedem Menschen und glaube an eine starke Gemeinschaft, die genau diesen Menschen die Stirn bietet, die den Frieden zerstören wollen.

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Trauermarsch der Fragida-Organisatoren für Charlie Hebdo in Frankfurt

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Es war das erste mal, dass ich mich aktiv auf die Straße gegen eine Pegida Aktion gestellt habe. Organisatoren der Fragida Bewegung hatten zu einem Trauermarsch für Charlie Hebdo aufgerufen.

Es geht mir zu tiefst zu wieder, dass die Bewegung einen Trauermarsch für eine Zeitung abhält, die auf ihren Veranstaltungen immer wieder Lügenpresse skandiert.

Treffpunkt war 14 Uhr an der Hauptwache in Frankfurt. Überall wehen bereits Fahnen von Die Linke, IG Metall, ver.di, den Jusos und weiteren Gruppierungen. Verteilt wird folgender Zettel:IMG_20150110_140454

Auf Plakaten steht geschrieben: Ihr seid nicht Charlie – Ihr seid Brandstifter.

Als dann der erste Aufruf für den Trauermarsch erfolgt, geht dieser sofort in ein gebuhe unter. Mengenmäßig waren es gefühlt 40 bis 50 Teilnehmer, denen mehr als 200 Gegner gegenüber standen.

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Nachdem die Pegida Anhänger immer mehr eingekreist werden greift die Polizei ein und errichtet eine menschliche Schutzmauer. Zum Laufen kommt der Marsch trotzdem nicht. Nach einiger Zeit wird das Ziel zu laufen aufgegeben und in eine Mahnwache umgewandelt, welche unter dem Getöse der Gegendemonstranten schließlich nach einer viertel Stunde aufgelöst wird und die Teilnehmer unter Polizeischutz in die Räumlichkeiten freien Wähler wandern. Die Gegendemonstranten folgen und finden dann auf dem Römer einen Abschluss. Vereinzelt wollen dann einige noch einzelne Teilnehmer verfolgen, aber an der Stelle ist für mich Schluss.

Richtig und wichtig solche Störmaßnahmen sind, es gilt immer fair zu bleiben. Nicht immer ist das der Fall, dennoch hat Frankfurt heute gezeigt, dass es die Meinung von Pegida nicht teilt und das ist gut so! Denn nur eine ehrliche Trauer ohne den Hintergrund von Pegida ist eine Trauer, die diesem Anschlag gerecht wird.

UPDATE: Gerade habe ich einen Artikel über die Veranstaltung gefunden. Die Frankfurter Rundschau berichtet

Dumm, Dümmer, PEGIDA

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Was derzeit in verschiedenen Städten von Deutschland los ist breitet einem mal wieder Kopfschütteln, „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ gehen auf die Straße und sprechen von einer Angst vor den Islamisten. Generell ist der Mensch ja so gestrickt, dass er das Bewährte halten will und er deshalb schnell Angst bekommt, wenn sich etwas ändern könnte. Ich fände es auch nicht so gut, wenn morgen alle Frauen ein Burka tragen müssen, alle auf Schweinefleisch verzichten müssten und an jeder zweiten Ecke ein Dschihadist lauert, der Menschen köpft und aufhängt. Wenn man aber der Intension der Demonstranten folgt, dann dauert das nicht mehr lange. Vielleicht sollte ich doch auch mal gegen die Islamisierung auf die Straße gehen. Also alleine wegen der Sicherheit und überhaupt was erlauben die sich? Einfach zu uns ins Land kommen! Bitte haben die kein eigenes Zuhause?

Bevor die letzten Sätze falsch verstanden werden. Ich denke nicht so. Alleine wenn man sich nur einen Bericht in der Presse angeschaut hat, dann weiß man, dass wir von der „Islamisierung“ weit entfernt sind und auch die meisten anderen Argumente nicht stichhaltig sind.

Schaut man dann noch ein wenig weiter und hört man mal paar Argumente warum die einzelnen Leute bei der Demonstration mitgehen, dann merkt man dass Fremdenhass gepaart mit Unwissenheit und Vorurteilen das eigentliche Thema ist. Mir geht einfach nicht in den Kopf warum ein Flüchtling aus den IS kontrollierten Gebieten in Deutschland plötzlich selbst ein IS-Kämpfer sein soll. Einer, der alles aufgeben musste um Nachts wieder schlafen zu können.

Die wenigsten (besser: niemand) können wirklich einen Beweis erbringen, dass die Islamisierung in Deutschland um sich greift. Ich habe noch von keiner Kirche gehört, die von Islamisten besetzt wurde und nun für die Ausbildung von Islamisten dient. An einzelnen Moscheen werden bestimmt Islamisten ausgebildet. Dafür braucht es jedoch eine aufmerksame Gesellschaft und nicht eine dumpfe Demonstration.

Da ich begeisterter Extra3 und Heute Show Fan bin möchte ich hier noch auf Beiträge dieser Sendungen hinweisen, die die Demonstranten sehr schön enttarnen.

1. Extra3

2. Heute Show

Natürlich muss die deutsche Gesellschaft aufmerksam bleiben und sich selbst nicht aufgeben, es lauern viele Gefahren, die eine Gesellschaft kaputt machen können. Aber Islamisierung ist bei weitem nicht die größte. Ich glaube Dummheit und Unwissenheit sind eine viel größere Gefahr!

Kurzschlusshandlung der Medien im Asylbewerberheim

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Da war es wieder. SKANDAL! Unglaublich was sich die da erlauben! Schrecklich was da passiert ist, hoffentlich muss der Wachmann dafür büßen!

Um es vorweg zu nehmen ich sehe auch so, dass was in Burbach passiert ist ein Skandal ist. Aber ich sehe ihn in einem etwas anderen Licht. Den eigentlichen Skandal sehe ich darin, dass die Wachmänner augenscheinlich mit der Situation überfordert waren und keinerlei Handlungsmöglichkeiten hatten für Ruhe zu sorgen ohne brutal durchzugreifen. Bei den Medien zählt aber nur, dass die Wachmänner geprügelt haben und Leute dazu gezwungen haben in ihrer Kotze zu schlafen.

Wie soll ein Wachmann reagieren, wenn Betrunkener Asylbewerber im Haus randaliert und sich durch Worte nicht in beruhigen lässt? Wie sollen ein Wachmann reagieren, wenn es zu einer Massenschlägerei unter den Asylbewerbern kommt?

Die Polizei war wohl nicht so heiß drauf ständig im Asylbewerberheim zu erscheinen. Somit waren die Wachmänner zum Handeln gezwungen und hier liegt meiner Meinung nach der Skandal, dass das Unternehmen die eigenen Mitarbeiter nicht ausreichend schult und genügend Leute einstellt. Aber jetzt die komplette Verantwortung an sie abtritt. Die Wachleute zu entlassen entfernt zwar die Protagonisten des Skandals, beseitigt aber nicht das Problem.

Streitereien sind von Anfang an in so einem Heim Vorprogrammiert. Menschen, die alles aufgegeben haben und in ein anderes Land geflüchtet sind leben auf engsten Raum zusammen und haben keine tägliche Beschäftigung wie Arbeit. Aus guten Grund ist deshalb in solchen Heimen auch der Alkohol verboten. Wie also soll der Wachmann da reagieren, wenn wieder mal einer besoffen rumpöpelt?

Ich möchte die Wachleute nicht komplett in Schutz nehmen. Es darf nicht sein, dass Videos existieren wie eben mit diesen Leuten umgegangen wird und es Whatsappgruppe gibt, in der Bilder von erniedrigten Asylbewerbern ausgetauscht werden. Das ist ein absolutes No-Go. Genau dafür sollten die Wachleute gerade stehen müssen. Für die Gesamtsituation ist aber neben dem Unternehmen aber auch der Staat verantwortlich, da er diese Heime finanziert. Gerad beim Unternehmen und dem Staat muss geschaut werden, dass so etwas nicht mehr passiert und nicht immer wieder neue Leute einzustellen um festzustellen, dass sie auch wieder überfordert sind.

Hier noch ein Artikel auf Spiegel Online, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Über die allgemeine Situation findet ihr genügend Informationen bei dem Nachrichtenportal deines Vertrauens.

Wachmann im Flüchtlingsheim Burbach: „Ich bin kein Schlägertyp“ – SPON

Update:

Und noch ein weiterer Artikel den ich sehr wichtig finde, auch wenn sein Inhalt erschütternd ist. Ein freier Mitarbeiter berichtet.