Marienburg an der Mosel

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Das schon wieder so lange hier nichts passiert ist liegt nicht daran, dass nicht passiert, was ich hier schreiben könnte oder ich keine Fotos mache. Der Gegenteil ist der Fall. Ich bin die letzten Wochen permanent unterwegs, sodass ich gar nicht dazu komme oder Internet dafür habe mal wieder etwas für den Blog zu schreiben. Hier nun der erste Nachtrag.

In der Woche vor Ostern war ich auf der Leitermodulausbildung der DPSG. Dafür hatte es mich auf die schöne Marienburg an der Mosel verschlagen. Zwischen dem umfangreichen Programm blieb jedoch noch ein wenig Zeit mal die Landschaft in Bilder einzufangen und auch mal die Kamera bei Nacht zu testen. Herausgekommen sind ein paar sehr schöne Bilder.

Auf einige Bilder bin ich jedoch besonders stolz, diese möchte ich hier nochmal gesondert zeigen:

Weinreben an der Mosel
Weinreben an der Mosel

Das nächste Foto habe ich etwas am Computer aufgehellt. Es handelt sich um eine 30 Sekunden Belichtung. Scharfstellung musste wie auch bei dem darauffolgenden Bild per Hand erfolgen. Wenn jemand mir einen Tipp geben kann, wie ich im Dunkeln auf große Entfernungnen scharf stellen kann, der möge mir doch bitte eine E-mail an Simeon@semiplenum.de schicken.

Etwas nachbearbeitet: Mosel bei Nacht. Links Marienburg, rechts Pünderich
Etwas nachbearbeitet: Mosel bei Nacht. Links Marienburg, rechts Pünderich

Das nächste Foto habe ich leider nur schwer scharf stellen können, da die Entfernung zu groß war. Die Beleuchtung des Baumes erfolgte mit einer Stirntaschenlampe.

Geheimnisvoller Baum mit Langzeitbelichtung und Taschenlampe
Geheimnisvoller Baum mit Langzeitbelichtung und Taschenlampe

Für das letze Bild habe ich bei der Langzeitbelichtung ebenfalls mit der Taschenlampe geleuchtet und speziell den Vordergrund ausgeleuchtet.

Mosel bei Nacht, Experiment mit Langzeitbelichtung und Taschenlampe.
Mosel bei Nacht, Experiment mit Langzeitbelichtung und Taschenlampe.
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Nürnberg: Eine Stadt zwischen historischer Schönheit und Nazi-Größenwahn

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Vor anderthalb Wochen war ich mit der Stadtjungendpflege Limburg auf dem Betreuerseminar in Nürnberg. Neben organisatorischen Einheiten und dem Besuch des Nürnberger Familientages stand auch die Stadterkundung und ein Besuch im Dokumentationszentrum des Reichparteitagsgelände auf dem Programm.

Auf dem Weg vom Bahnhof zur Jugendherberge gelingt mir der eine oder andere Schnappschuss  von Nürnberg bei Nacht.

Untergebracht sind wir in der Jugendherberge, deren Gebäude früher die Kaiserstallungen der Kaiserburg waren. So sehenswert und großzügig die Jugendherberge von innen ist, so schlecht ist leider das Essen.

Nachdem es bei unserer Ankunft in Nürnberg noch sommerlich warm war, begrüßte uns der Samstag mit Regen, bewölkten Himmel und niedrigen Temperaturen. Dementsprechend waren die Fotomotive in der Stadt nur mäßig geeignet um schöne Fotos zu machen.

Direkt vor unsererJugendherberge hatte sich in den Tagen vor unserer Ankunft ein großer Wasserrohrbruch ereignet, der die Straße unterspült hatte und so riesige Löcher in der Straße entstanden sind.

Mit vielen alten (oft wiederaufgebauten) Häusern hat Nürnberg einen besonderen Flair.

Am Sonntag Vormittag besichtigten wir die Kaiserburg, die jedoch auch zu großen Teilen nach dem Krieg wiederaufgebaut werden musste.

Zum Abschluss des Wochenendes ging es zum Dokumentationszentrum des Reichsparteitagsgeländes. Beim Anblick dieses Geländes wird einem klar wie größenwahnsinnig Hitler war. Auch die Dokumentation dazu vermittelt dies sehr anschaulich. Doch nicht nur der Inhalt des Dokumentationszentrums ist interessant, sondern auch die Arichtektur, die in die der Nazis hineingebaut worden ist. An keiner Stelle des Zentrums findet sich ein Rechter Winkel, der nachträglich eingbaut worden ist. Stattdessen wird das Gebäude praktisch von einem Speer von vorne bis hinten durchbohrt. Die eine Seite des Speers ist der Eingang und die andere Seite eine Aussichtsplatform im Inneren der Halle, die niemals fertig gestellt worden ist.

Mit vielen Eindrücken geht es danach wieder nach Hause.

Gruß zum Sonntag (Nr. 2) – Was ist wichtig für den Glaube?

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Vor paar Wochen ist in der Nassauischen Neuen Presse ein Artikel von mir als Gruß zum Sonntag erschienen. Ich möchte ihn hier nochmal in leicht abgewandelter Form veröffentlichen.

Durch mein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Pfadfinderbundeszentrum treffe ich derzeit viele Menschen aus ganz Deutschland. Sobald klar ist, dass ich aus der schönen Stadt Limburg an der Lahn komme, gibt es seit Monaten nur noch ein Thema. Es ist sehr bedrückend, welches Bild zurzeit wieder von der Kirche, speziell in Limburg, gezeichnet wird. Viele ziehen die einzige Konsequenz die sie aus ihrer Sicht ziehen können und treten aus der Kirche aus.

Doch ist Kirche wirklich nur der Bischof und das Verhalten einzelner Personen? Ist Geld alles was den Glauben bestimmt? Ist das was in den Medien ausgeschlachtet wird Kirche und Glaube?

Ich erlebe als Katholik und Pfadfinder die Kirche als etwas anders: vielfältig. Der Besuch des Gottesdienstes bietet eine vertraute Routine um mal zurückzuschalten, auf die vergangene Woche zurückzuschauen und Kraft zu tanken. Ich schaffe es zwar zurzeit nicht oft, aber wenn ich es schaffe wird mir dies um so deutlicher. Nicht nur im Gottesdienst wird Kirche erlebbar, sondern auch bei meinem Engagement in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Hier sehe ich wie christliche Werte wie zum Beispiel Nächstenliebe, Bewahrung der Schöpfung und Gemeinschaft gelebt werden. Eine weitere Facette der Kirche ist für mich, dass der Träger meines FSJ das Bistum Limburg ist und mir so zusammen mit meiner Einsatzstelle die Möglichkeit gegeben wird viele tolle Erfahrungen zu sammeln, von denen ich mein Leben lang profitieren kann. Ich könnte diese Liste noch fortsetzen, wo die Kirche und mein Glauben mir in meinem Leben hilft und Kraft gibt. Aber ich glaube das reicht als Beispiel um zu sehen wie wichtig für mich ist, ob der Bischof eine goldene Badewanne mit Weihwasseranschluss hat oder nicht.

Doch auch mir ist klar, dass sich das nicht so einfach trennen lässt. Aber man betrügt sich selbst, wenn man das vielfältige Angebot der Kirche nicht nutzt, weil man mit einer Person unzufrieden ist. Nur als Mitglied der Kirche kann man die Kirche gestalten und zu einer besseren Kirche zu machen. Nehmen wir die neuen und frischen Impulse aus Rom von Papst Franziskus auf und zeigen den Skeptikern, dass Kirche auch anders geht. Kirche ist nicht nur Geld, Bischof und Kirchensteuer. Morgen ist Sonntag, Tag der Ruhe, Tag des Gottesdienstes. Geh hin und engagiere dich. Die Kirche ist nur so gut wie ihre Mitglieder.

Ich habe nach dem erscheinen des Artikels in der NNP viele positive Rückmeldungen erhalten und mir diesen Artikel nochmals aus der Sicht eines Fremden durchgelesen. Dabei ist mir erst bewusst geworden mit welcher Überzeugung ich Katholik bin und diese Worte ehrlicher waren als es mir beim Schreiben bewusst war.

Zuhause in Limburg…

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In den letzten Tagen war ich aufgrund eines Termins mal wieder in Limburg und hatte danach noch ein wenig Zeit einen Rundgang durch Limburg zu machen. Mit dabei meine Kamera. Zunächst zog es mich zur Baustelle der neuen Autobahn.

Nach dem Blick auf die Basilika in Dietkirchen kehrte ich um und bewunderte die Schönheit des Domes von der alten Lahnbrücke. Da durfte das wohl bekannteste Motiv vom Dom nicht fehlen.

Gerade der Weg durch die Altstadt mit der Kamera hat mich wieder staunen lassen was für eine schöne Altstadt wir in Limburg haben.

Zum Schluss konnte ich nur wenige Meter von unserem Haus entfernt noch ein wenig den Sonnenuntergang fotografieren.

Aufgenommen in Lindenholzhausen mit Blick Richtung Limburg
Aufgenommen in Lindenholzhausen mit Blick Richtung Limburg
Sonnenuntergang in Lindenholzhausen
Sonnenuntergang in Lindenholzhausen

Fastnachtsgruß zum Sonntag (Nr.1)

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Vor zwei Jahren habe ich für die Nassauische Neue Presse einen Gruß zum Sonntag über das Thema Fastnacht geschrieben. Ich möchte ihn hier nochmal präsentieren:

Zurzeit sieht man die Verkleidungen aller Art wieder überall. Der eine gibt sich plötzlich als Schwerverbrecher von der Stange in schwarz-weiß gestreiften Hosen und ebenfalls quer gestreiften T-Shirt, der andere kann endlich zeigen welches Kostüm er im vergangenen Jahr mühsam gebastelt hat. Der Dritte ist dann wohl der, der mit dem ganzen Verkleidungskram nicht viel anfangen kann, aber trotzdem durch diese fünfte Jahreszeit durch muss, da der Karneval so einen breiten Platz in der Gesellschaft einnimmt.

Allein die Nassauische Neue Presse in diesen Tagen zu öffnen zeigt, dass das Wichtigste in der Region zurzeit der Karneval ist. Kappensitzung hier, Kreppelkaffee da und später noch die Umzüge. Keine Frage: Es wird viel gelacht und gefeiert. Das ist gut so, aber viele vergessen, dass der Karneval eigentlich einen stark kirchlichen Hintergrund hat. Früher ließ die Kirche die eine oder andere kurz vor der Fastenzeit begangene Sünde mal durchgehen. In den folgenden Wochen achtete sie dafür umso mehr auf die Verfehlungen der Menschen. Diese wenigen tollen Tage im Jahr nutzten viele, um einmal in eine andere Rolle zu schlüpfen und den Oberen auf der Nase herum zu tanzen. Dieser Rollenwechsel tat gut, um mal von außerhalb auf sein eigenes Ich zu schauen. Oftmals wirken die eigenen Probleme dann plötzlich nur noch winzig und klein.

Perspektivwechsel

Was damals schon galt, gilt heute auch noch: Durch einen Wechsel der Perspektive kann man vielleicht über seine eigene scheinbar ausweglose Situation hinweg kommen und neuen Mut schöpfen. Dem einen gelingt dies vielleicht dadurch, dass er sich verkleidet und „Helau!“ ruft. Dem anderen reicht es schon, sich nicht nur auf das eigene Ich zu beziehen und zu versuchen den Willen des Ichs des Gegenüber zu verstehen.

Im Volksmund wird das Wort Karneval mit den lateinischen Worten „Carne“ – das Fleisch und „vale“ – Lebe wohl! Übersetzt. Ganz richtig ist die Übersetzung nicht, aber vielleicht sollte man die Fastenzeit einfach mal „Egoval“, also „Lebe wohl eigenes Ego!“ nennen. Zwar sollte man sich nicht selbst aufgeben, aber doch mal versuchen mehr an sein Gegenüber zu denken. Als guter Vorsatz für die Fastenzeit.

Noch frohe närrische Tage wünscht

Simeon Harjung