Charlie Hebdo

Trauermarsch der Fragida-Organisatoren für Charlie Hebdo in Frankfurt

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Es war das erste mal, dass ich mich aktiv auf die Straße gegen eine Pegida Aktion gestellt habe. Organisatoren der Fragida Bewegung hatten zu einem Trauermarsch für Charlie Hebdo aufgerufen.

Es geht mir zu tiefst zu wieder, dass die Bewegung einen Trauermarsch für eine Zeitung abhält, die auf ihren Veranstaltungen immer wieder Lügenpresse skandiert.

Treffpunkt war 14 Uhr an der Hauptwache in Frankfurt. Überall wehen bereits Fahnen von Die Linke, IG Metall, ver.di, den Jusos und weiteren Gruppierungen. Verteilt wird folgender Zettel:IMG_20150110_140454

Auf Plakaten steht geschrieben: Ihr seid nicht Charlie – Ihr seid Brandstifter.

Als dann der erste Aufruf für den Trauermarsch erfolgt, geht dieser sofort in ein gebuhe unter. Mengenmäßig waren es gefühlt 40 bis 50 Teilnehmer, denen mehr als 200 Gegner gegenüber standen.

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Nachdem die Pegida Anhänger immer mehr eingekreist werden greift die Polizei ein und errichtet eine menschliche Schutzmauer. Zum Laufen kommt der Marsch trotzdem nicht. Nach einiger Zeit wird das Ziel zu laufen aufgegeben und in eine Mahnwache umgewandelt, welche unter dem Getöse der Gegendemonstranten schließlich nach einer viertel Stunde aufgelöst wird und die Teilnehmer unter Polizeischutz in die Räumlichkeiten freien Wähler wandern. Die Gegendemonstranten folgen und finden dann auf dem Römer einen Abschluss. Vereinzelt wollen dann einige noch einzelne Teilnehmer verfolgen, aber an der Stelle ist für mich Schluss.

Richtig und wichtig solche Störmaßnahmen sind, es gilt immer fair zu bleiben. Nicht immer ist das der Fall, dennoch hat Frankfurt heute gezeigt, dass es die Meinung von Pegida nicht teilt und das ist gut so! Denn nur eine ehrliche Trauer ohne den Hintergrund von Pegida ist eine Trauer, die diesem Anschlag gerecht wird.

UPDATE: Gerade habe ich einen Artikel über die Veranstaltung gefunden. Die Frankfurter Rundschau berichtet

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