Dokumentationszentrum

Nürnberg: Eine Stadt zwischen historischer Schönheit und Nazi-Größenwahn

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Vor anderthalb Wochen war ich mit der Stadtjungendpflege Limburg auf dem Betreuerseminar in Nürnberg. Neben organisatorischen Einheiten und dem Besuch des Nürnberger Familientages stand auch die Stadterkundung und ein Besuch im Dokumentationszentrum des Reichparteitagsgelände auf dem Programm.

Auf dem Weg vom Bahnhof zur Jugendherberge gelingt mir der eine oder andere Schnappschuss  von Nürnberg bei Nacht.

Untergebracht sind wir in der Jugendherberge, deren Gebäude früher die Kaiserstallungen der Kaiserburg waren. So sehenswert und großzügig die Jugendherberge von innen ist, so schlecht ist leider das Essen.

Nachdem es bei unserer Ankunft in Nürnberg noch sommerlich warm war, begrüßte uns der Samstag mit Regen, bewölkten Himmel und niedrigen Temperaturen. Dementsprechend waren die Fotomotive in der Stadt nur mäßig geeignet um schöne Fotos zu machen.

Direkt vor unsererJugendherberge hatte sich in den Tagen vor unserer Ankunft ein großer Wasserrohrbruch ereignet, der die Straße unterspült hatte und so riesige Löcher in der Straße entstanden sind.

Mit vielen alten (oft wiederaufgebauten) Häusern hat Nürnberg einen besonderen Flair.

Am Sonntag Vormittag besichtigten wir die Kaiserburg, die jedoch auch zu großen Teilen nach dem Krieg wiederaufgebaut werden musste.

Zum Abschluss des Wochenendes ging es zum Dokumentationszentrum des Reichsparteitagsgeländes. Beim Anblick dieses Geländes wird einem klar wie größenwahnsinnig Hitler war. Auch die Dokumentation dazu vermittelt dies sehr anschaulich. Doch nicht nur der Inhalt des Dokumentationszentrums ist interessant, sondern auch die Arichtektur, die in die der Nazis hineingebaut worden ist. An keiner Stelle des Zentrums findet sich ein Rechter Winkel, der nachträglich eingbaut worden ist. Stattdessen wird das Gebäude praktisch von einem Speer von vorne bis hinten durchbohrt. Die eine Seite des Speers ist der Eingang und die andere Seite eine Aussichtsplatform im Inneren der Halle, die niemals fertig gestellt worden ist.

Mit vielen Eindrücken geht es danach wieder nach Hause.

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