FSJ

Katholikentag 2014 in Regensburg – Teil 2

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Hier nun der zweite Teil des Katholikentages in Regensburg. Den erste Teil gibt es hier.

Sehr human mussten wir am Freitag morgen erst um 9 Uhr zu unserer ersten Einheit direkt in unserem Quatier erscheinen. Nach einem Frühstück vor Ort mit selbst mitgebrachten Geschirr und Besteck und in einer Ecke wo man gerade ein Platz gefunden hat, hieß es dann in der Sporthalle Stilldiskussion zum Sprechersystem. Hierbei wurden auf Flipchartpapier Fragen auf dem Boden verteilt und jeder konnte seine Meinung dazu schreiben. Es ging vor allem darum abzufragen wie das System der Sprecher besser funktionieren kann. Im zweiten Teil davon sollten wir das ganze Auswerten und kreativ präsentieren. Es kamen Zeitungsartikel, Gedichte, Facebook-Seiten, Briefe an den Weihnachtsmann und vieles mehr herraus.

Nach dem Mittagessen in einer anderen Schule als unsere Quatiersschule ging es für einen Teil unserer Gruppe schon wieder los mit Zeitungen zu verteilen. Für mich blieb jedoch kurz Zeit im Zentrum der Jugend vorbei zu schauen. Dort besuche ich auch den Stand der DPSG und konnte paar Gespräche mit Interessierten über die DPSG und die Jahresaktion 2014 „nix besonderes – Gemeinsam Stark“ führen.

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Doch dann war es auch schon Zeit für unseren offiziellen Helfereinsatz. Wir wurden eingeteilt während des Konzert im Stadion am Freitag Abend zum einen im Graben vor der Bühne für Ordnung zu sorgen und zum anderen am Eingang alle Zuschauer darauf hin kontrollieren, dass sie keine Glasflaschen und Sitzgelegenheiten mit hinein nehmen.
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Wer jetzt glaubt, dass man dabei keinen Spaß haben kann, der hat sich geirrt. Die Stimmung bei uns war fast genauso gut wie vor der Bühne. Dabei versuchten wir jeden Einzelnen zu begrüßen  und ihm viel Spaß zu wünschen. Für unsere tolle Arbeit wurden wir schließlich inofiziell zu „Super-Helfer“ befördert. Das schöne war auch, dass kurz vor Beginn des Einlass die Sonne hervor kam, nachdem es zwar den ganzen Tag trocken, aber nicht sonnig war.

Nachdem unser Dienst dann gegen halb elf beendet war machten wir uns auf den Weg zur Helferparty. Wir liefen jedoch erstmal zur falschen Mensa und wunderten uns, dass nichts los war. Gegen elf Uhr hatten wir endlich die Party erreicht und bei lecker Essen und kostenlosen Getränken aller Art wollten wir einfach nur noch sitzen. Gegen halb 12 hieß es jedoch schon wieder Abmarsch, da wir den letzten Bus bekommen wollten, jedoch auch dafür schon zu spät waren. Mit Laufen und Taxi erreichten wir jedoch am Ende doch noch unser Ziel.

Den Samstag und Sonntag gibt es dann im dritten Teil.

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Katholikentag 2014 in Regensburg

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In den vergangenen Tagen war ich als Helfer auf dem Katholikentag in Regensburg. In einem kleinen Abriss möchte ich hier darüber berichten.

Los geht es am Mittwoch morgen von Limburg aus mit dem Reisebus. Unterwegs sind wir mit einer Gruppe von Sprechern der FSJ-Gruppen des Bistum Limburg. Nach dem wir in Frankfurt noch weitere Sprecher eingesammelt haben, fahren wir nach Regensburg. Dieses begrüßt uns dann auch mit Regen, welcher sich bis Donnerstag Abend nicht mehr verzieht.

Untergebracht sind wir in einer Schule etwas außerhalb. Nachdem endlich der Quatiermeister die Schule freigegebenen hatte konnten wir mit den FSJ-Sprechern aus ganz Deutschland die Klassenzimmer beziehen.

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Am Abend können wir dann die Stadt erkunden, jedoch müssen wir um kurz nach 12 wieder in den Bus zurück steigen, da es keinen späteren gibt. Aber auch die Unterkunft wird nach 1 Uhr geschlossen.

Der Donnerstag beginnt schon früh am Morgen, da wir bereits um 7 Uhr zu unseren Helfereinsätzen mussten. Die eine Hälfte verteilt die kostenlose Katholikentagszeitung, die andere Hälfte darf als Ordner beim großen Christi Himmelfahrtsgottesdienst im Stadion an der Universität für knapp 4 Stunden im Regen stehen. Musikalisch wat der Gottesdienst angenehm modern gestaltet, nur bei der Predigt konnte ich nicht so ganz folgen.

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Das Mittagessen war danach umso verdienter. Am Nachmittag treffen wir uns mit den FSJ-Sprechern in der Unterkunft um dort sich über die Sprechersysteme bei den einzelnen Trägern auszutauschen. Im zweiten Teil geht es dann theaterpädagogisch um unsere Rolle als Sprecher.

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Um dann pünktlich zum großen Wise Guys Konzert im Stadion zu kommen, mussten wir dann leider das Abendessen ausfallen lassen. Das wurde jedoch mit einem tollen Konzert entschädigt und gegen Ende des ersten Teils hörte auch endlich der Regen auf. Die Stimmung während und nach dem Konzert in der Stadt war sehr gut. Aber wieder hieß es früh in der Unterkunft zu sein.

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In den nächsten Tagen gibt es dann den zweiten Teil.

Gruß zum Sonntag (Nr. 2) – Was ist wichtig für den Glaube?

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Vor paar Wochen ist in der Nassauischen Neuen Presse ein Artikel von mir als Gruß zum Sonntag erschienen. Ich möchte ihn hier nochmal in leicht abgewandelter Form veröffentlichen.

Durch mein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Pfadfinderbundeszentrum treffe ich derzeit viele Menschen aus ganz Deutschland. Sobald klar ist, dass ich aus der schönen Stadt Limburg an der Lahn komme, gibt es seit Monaten nur noch ein Thema. Es ist sehr bedrückend, welches Bild zurzeit wieder von der Kirche, speziell in Limburg, gezeichnet wird. Viele ziehen die einzige Konsequenz die sie aus ihrer Sicht ziehen können und treten aus der Kirche aus.

Doch ist Kirche wirklich nur der Bischof und das Verhalten einzelner Personen? Ist Geld alles was den Glauben bestimmt? Ist das was in den Medien ausgeschlachtet wird Kirche und Glaube?

Ich erlebe als Katholik und Pfadfinder die Kirche als etwas anders: vielfältig. Der Besuch des Gottesdienstes bietet eine vertraute Routine um mal zurückzuschalten, auf die vergangene Woche zurückzuschauen und Kraft zu tanken. Ich schaffe es zwar zurzeit nicht oft, aber wenn ich es schaffe wird mir dies um so deutlicher. Nicht nur im Gottesdienst wird Kirche erlebbar, sondern auch bei meinem Engagement in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Hier sehe ich wie christliche Werte wie zum Beispiel Nächstenliebe, Bewahrung der Schöpfung und Gemeinschaft gelebt werden. Eine weitere Facette der Kirche ist für mich, dass der Träger meines FSJ das Bistum Limburg ist und mir so zusammen mit meiner Einsatzstelle die Möglichkeit gegeben wird viele tolle Erfahrungen zu sammeln, von denen ich mein Leben lang profitieren kann. Ich könnte diese Liste noch fortsetzen, wo die Kirche und mein Glauben mir in meinem Leben hilft und Kraft gibt. Aber ich glaube das reicht als Beispiel um zu sehen wie wichtig für mich ist, ob der Bischof eine goldene Badewanne mit Weihwasseranschluss hat oder nicht.

Doch auch mir ist klar, dass sich das nicht so einfach trennen lässt. Aber man betrügt sich selbst, wenn man das vielfältige Angebot der Kirche nicht nutzt, weil man mit einer Person unzufrieden ist. Nur als Mitglied der Kirche kann man die Kirche gestalten und zu einer besseren Kirche zu machen. Nehmen wir die neuen und frischen Impulse aus Rom von Papst Franziskus auf und zeigen den Skeptikern, dass Kirche auch anders geht. Kirche ist nicht nur Geld, Bischof und Kirchensteuer. Morgen ist Sonntag, Tag der Ruhe, Tag des Gottesdienstes. Geh hin und engagiere dich. Die Kirche ist nur so gut wie ihre Mitglieder.

Ich habe nach dem erscheinen des Artikels in der NNP viele positive Rückmeldungen erhalten und mir diesen Artikel nochmals aus der Sicht eines Fremden durchgelesen. Dabei ist mir erst bewusst geworden mit welcher Überzeugung ich Katholik bin und diese Worte ehrlicher waren als es mir beim Schreiben bewusst war.